
Das Arsenale
Das Arsenale ist das historische Herzstück der Biennale und eines der eindrucksvollsten Industriedenkmäler Europas. Die mittelalterlichen Schiffswerften und Lagerhallen der Serenissima erstrecken sich über mehr als 48 Hektar und bieten einen einzigartigen Rahmen für zeitgenössische Kunst.
Geschichte
Das Arsenale war im Mittelalter die größte Industrieanlage der westlichen Welt. Hier wurden die Kriegsschiffe und Handelsflotten der Republik Venedig gebaut – in bester Fließbandproduktion, lange vor der Industriellen Revolution. Dante Alighieri besuchte das Arsenale und ließ sich für Passagen der Göttlichen Komödie inspirieren.
Seit 1980 ist das Arsenale fester Bestandteil der Kunstbiennale und wurde seither schrittweise für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die ehemaligen Corderie (Seilereigebäude) und Artiglierie (Zeughäuser) bilden heute die Hauptausstellungsflächen.
Die Ausstellung
In diesem Jahr bespielt die Hauptausstellung „Foreigners Everywhere” die gesamte Länge der Corderie dell'Arsenale – knapp 300 Meter in einer Flucht. Die Werke der eingeladenen Künstlerinnen und Künstler reagieren auf den Raum und seine Geschichte.
Besonders beeindruckend sind die Installationen im hinteren Teil der Corderie, wo das Tageslicht durch hohe Bogenfenster fällt und eine fast sakrale Atmosphäre erzeugt.
Praktische Informationen
- Eingang über Campo della Tana oder Via Garibaldi
- Vaporetto: Haltestelle Arsenale (Linie 1)
- Öffnungszeiten: Di–So, 11:00–19:00 Uhr
- Der Besuch ist im Biennale-Ticket enthalten
